@inbook{bf3acb87704044b7860c2bc6e54dac74,
title = "Wer, was und wie viele ist Zivilgesellschaft? Historische und dekoloniale Sichtweisen auf einen schillernden Begriff",
abstract = "In dem Beitrag wird erstens in die Geschichte des Begriffs eingef{\"u}hrt. Eine historische Analyse zeigt den wandelbaren Charakter von Zivilgesellschaft und erlaubt es, verschiedene Vorstellungen von Zivilgesellschaft zu sortieren. Aber nicht nur die zeitliche, auch die r{\"a}umliche Dimension ist wichtig. Deshalb wird in einem zweiten Schritt der Bedeutung des Begriffs in Weltregionen au{\ss}erhalb Europas, in der postkolonialen Welt nachgegangen. Das macht eine zweite Kl{\"a}rung notwendig. Die Idee der Zivilgesellschaft kann mit der Einrichtung der Kolonialstaaten in die kolonisierten Gebiete. Zivilgesellschaft ist nicht nur die Geschichte einer progressiven Idee und dem Kampf um politische Rechte, sondern auch die Geschichte der Verweigerung von Staatsb{\"u}rgerschaft, Gleichheit und Freiheit. Sie ist verbunden mit Sklaverei, Ausbeutung, Rassismus und Gewalt. In einem dritten Schritt wird eine inhaltliche Umschreibung des Begriffs vorgeschlagen. Zu beachten ist dabei, dass Zivilgesellschaft einerseits ein analytischer Begriff sein will, um politische Situationen oder Verh{\"a}ltnisse zu beschreiben. Er besitzt andererseits eine starke normative Dimension, beschreibt also zugleich eine politische Vision.",
author = "Karin Fischer",
year = "2016",
language = "Deutsch ({\"O}sterreich)",
isbn = "978-3-643-50728-0",
volume = "69",
series = "Dialog – Beitr{\"a}ge zur Friedensforschung",
publisher = "Lit-Verlag",
pages = "37--52",
editor = "\{Maximilian Lakitsch, Susanne Reitmair-Ju{\'a}rez\}",
booktitle = "Zivilgesellschaft im Konflikt. Vom Gelingen und Scheitern in Krisengebieten",
}