Abstract
Populistische Parteien und Politiker_innen haben in den letzten Jahrzehnten weltweit, aber auch in Österreich einen deutlichen Aufschwung erlebt. Die Politikwissenschaften untersuchten in der Vergangenheit besonders intensiv die Strategien, Vorgehensweisen und Strukturen populistischer Parteien und den Führungsstil von deren Führer_innen. Die vorliegende Arbeit geht einen anderen Weg: Am Beispiel Österreichs wird der Frage nachgegangen, was sich beim WAHLVOLK verändert hat und weshalb die simplifizierenden Botschaften populistischer und populistisch agierender Parteien auf so fruchtbaren Boden fielen. Entlang einer zentralen Hypothese und zweier Forschungsfragen werden 15 Subfragen entwickelt und nach theoretischen und empirischen Erkenntnissen zu diesen 15 Subfragen gesucht. Dabei werden Veränderungen der Wertewelt, der Demokratiequalität, die Auswirkungen der Grand Acceleration und ihres Endes ebenso untersucht wie die Nebenwirkungen der Subprimekrise und deren Bekämpfung ab 2008. Auch Faktoren wie die gerade laufende Industrialisierung 4.0, die Prekarisierungstendenzen in der Wirtschaft, die Armutsgefährdung und deren Auswirkungen, aber auch Veränderungen im Bildungssystem werden beleuchtet. Die österreichische Medienlandschaft punkto Printmedien, TV, aber auch die Echokammern im Internet werden analysiert. Weitere Aspekte stellen Tendenzen zur Gegenaufklärung, von Gegenöffentlichkeiten und der Notwendigkeit einer 2. Aufklärung dar. Den Abschluss der Analyse bilden die Gründe für den Abstieg der traditionellen Großparteien , die Auswirkungen der Flucht - und Migrationsbewegungen des Jahres 2015, der Einflussverlust liberaler Eliten und die Frage, wie Inklusion einen Verlust der Würde von Teilen der Bevölkerung verhindern könnte.
Aus den Ergebnissen zu den 15 Subfragen werden schließlich die beiden Forschungsfragen beantwortet - es gibt nicht die EINE Begründung für den Aufschwung des Populismus in Österreich, sondern es wird eine Vielzahl von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten 30 Jahre aufgelistet, welche beitrugen zum Aufstieg des Populismus und diesen nachvollziehbar machen.
Aus den Ergebnissen zu den 15 Subfragen werden schließlich die beiden Forschungsfragen beantwortet - es gibt nicht die EINE Begründung für den Aufschwung des Populismus in Österreich, sondern es wird eine Vielzahl von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten 30 Jahre aufgelistet, welche beitrugen zum Aufstieg des Populismus und diesen nachvollziehbar machen.
| Original language | German (Austria) |
|---|---|
| Supervisors/Reviewers |
|
| Publication status | Published - 18 Feb 2021 |
UN SDGs
This output contributes to the following UN Sustainable Development Goals (SDGs)
-
SDG 4 Quality Education
-
SDG 8 Decent Work and Economic Growth
-
SDG 12 Responsible Consumption and Production
-
SDG 17 Partnerships for the Goals
Fields of science
- 605001 History of humanities
- 601008 Science of history
- 503033 Political education
- 509003 Development cooperation
- 604022 Music history
- 305903 History of medicine
- 504 Sociology
- 506003 Development policy
- 601014 Modern history
- 604019 Art history
- 604029 Theatre studies
- 605004 Cultural studies
- 601 History, Archaeology
- 506012 Political systems
- 601022 Contemporary history
- 506011 Political history
- 605002 Cultural history
- 601023 Global history
JKU Focus areas
- Sustainable Development: Responsible Technologies and Management
Cite this
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver