Abstract
Überall auf der Welt wird Wert und Mehrwert geschaffen. Profite werden hingegen überwiegend in den Ländern des Zentrums realisiert und nicht in jenen der Peripherie, wo sie produziert oder im Fall von Rohstoffen gefördert wurden. Welche Strukturen und Mechanismen dafür verantwortlich sind, versuchen Theorien zum ungleichen Tausch zu klären. Sie fragen danach, wo welche Güter unter welchen Bedingungen gefertigt werden und wer davon profitiert, kurz wie der globale Reichtum produziert und verteilt wird. Der Beitrag arbeitet die zentralen Annahmen und Ungereimtheiten ausgewählter Denkansätze in diesem Feld heraus und fragt, ob sie heute noch Erklärungswert beanspruchen können. Dargestellt und auf ihre heutige Relevanz hin analysiert werden die Prebisch-Singer-These und dependenztheoretischen Beiträge. Es folgt eine Auseinandersetzung mit Arghiri Emmanuel, der als Begründer des Theorems gilt und dessen Thesen heftige Debatten ausgelöst haben sowie mit Mandel und dem Weltsystemtheoretiker Immanuel Wallerstein. Der theoriegeschichtliche Abriss endet mit einer Betrachtung der zeitgenössischen Güterkettenforschung.
| Original language | German (Austria) |
|---|---|
| Pages (from-to) | 140-157 |
| Number of pages | 17 |
| Journal | Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung |
| Volume | 27 |
| Issue number | 105 |
| Publication status | Published - 2016 |
Fields of science
- 504 Sociology
JKU Focus areas
- Social Systems, Markets and Welfare States
- Social and Economic Sciences (in general)