TY - JOUR
T1 - Temperatur- und Perfusionsmanagement bei akuter Typ-A-Aortendissektion
AU - Gottsberger, Jessica
AU - Zierer, Andreas Florian
A2 - Benedikt, Peter
PY - 2021
Y1 - 2021
N2 - Die chirurgische Versorgung der akuten Typ A Dissektion erfuhr in den letzten Jahrzehnten vor allem im Hinblick auf das Perfusions- und Temperaturmanagement eine ständige Entwicklung. Neurologische Komplikationen sind die Hauptursache der postoperativen Morbidität und Mortalität. Die Verwendung einer Herzlungenmaschine, des Kreislaufstillstandes in tiefer Hypothermie, die temporäre Unterbrechung der zerebralen Perfusion oder Hypoperfusion des Gehirns und die Manipulation an der Aorta können zu neurologischen Schäden führen.
Der Kreislaufstillstand in tiefer Hypothermie ermöglicht Eingriffe an der thorakalen Aorta, die für die Sanierung einer akuten Dissektion notwendig sind. Sie hat allerdings Limitationen. Einerseits ist die Eingriffszeit begrenzt, anderseits führt die tiefe Hypothermie selbst zu Schäden. Experimentelle und klinische Studien konnten zeigen, dass der Grad der Hypothermie einen Einfluss auf die Komplikationsrate hat. Auch über den Nutzen der retrograden Hirnperfusion besteht noch Uneinigkeit. Das Konzept des Kreislaufstillstandes mit zusätzlicher Hirnperfusion, besonders wenn der Grad der Hypothermie entsprechend der erwarteten Kreislaufstillstandzeit angepasst wird, erweist sich als sichere Methode. Sie ermöglicht komplexe Eingriffe an der Aorta bei geringen Komplikationsraten und wird zunehmend als Standardverfahren bei der Versorgung der akuten Typ A Dissektion angewandt.
AB - Die chirurgische Versorgung der akuten Typ A Dissektion erfuhr in den letzten Jahrzehnten vor allem im Hinblick auf das Perfusions- und Temperaturmanagement eine ständige Entwicklung. Neurologische Komplikationen sind die Hauptursache der postoperativen Morbidität und Mortalität. Die Verwendung einer Herzlungenmaschine, des Kreislaufstillstandes in tiefer Hypothermie, die temporäre Unterbrechung der zerebralen Perfusion oder Hypoperfusion des Gehirns und die Manipulation an der Aorta können zu neurologischen Schäden führen.
Der Kreislaufstillstand in tiefer Hypothermie ermöglicht Eingriffe an der thorakalen Aorta, die für die Sanierung einer akuten Dissektion notwendig sind. Sie hat allerdings Limitationen. Einerseits ist die Eingriffszeit begrenzt, anderseits führt die tiefe Hypothermie selbst zu Schäden. Experimentelle und klinische Studien konnten zeigen, dass der Grad der Hypothermie einen Einfluss auf die Komplikationsrate hat. Auch über den Nutzen der retrograden Hirnperfusion besteht noch Uneinigkeit. Das Konzept des Kreislaufstillstandes mit zusätzlicher Hirnperfusion, besonders wenn der Grad der Hypothermie entsprechend der erwarteten Kreislaufstillstandzeit angepasst wird, erweist sich als sichere Methode. Sie ermöglicht komplexe Eingriffe an der Aorta bei geringen Komplikationsraten und wird zunehmend als Standardverfahren bei der Versorgung der akuten Typ A Dissektion angewandt.
U2 - 10.1007/s00398-021-00422-5
DO - 10.1007/s00398-021-00422-5
M3 - Artikel
SN - 1435-1277
JO - Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie
JF - Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie
ER -