Projekt FömaK – Förderung mathematischer Kompetenzen

Translated title of the contribution: FömaK – A Pilot-Study for Enhancement of Mathematical Competences

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

Abstract

Zusammenfassung: Einleitung: An 16 österreichischen Grundschulen mit 292 Schülerinnen und Schülern wurde und wird pilotiert, wie Pädagoginnen und Pädagogen in einer ganzen Bildungsregion mathematische Kompetenzen bei Kindern erfassen, Risiko detektieren und Förder- gruppen betreuen können. Über eine Homepage wurde Information zum Erhebungsstatus und zum begleitenden Fortbildungskonzept der Lehrkräfte transportiert. In der vorliegenden Arbeit wird der Pilotabschnitt zur Erhebung und Förderung in der 2. Klasse Grundschule beschrie- ben. Methode: Geprüft wurde in der vorliegenden Studie, (a) welche diagnostischen Wege – einzelne Stationen der Diagnostik, wie standardi- sierte Testung arithmetischen Faktenwissens, Einschätzungen durch Lehrkräfte, qualitative Rechenverfahren – in der Nominierung von Risiko- kindern Übereinstimmung erbringen und (b) welchen Effekt ein nachfolgendes Training unter Anleitung der Pädagoginnen aufweist. Ergebnis: Bei etwa ! der Stichprobe deckten sich die Einschätzungen der Pädagoginnen und Pädagogen mit einem normierten Speed-Test zur Erfassung basaler Rechenanwendungen, bei einem Viertel kam zur Klärung ein weiteres, informelles und prozessorientiertes Verfahren zum Einsatz. Die Effekte des nachfolgenden Trainings über 10 Wochen hinweg im Rahmen des schulischen Unterrichts waren heterogen: während in manchen Klassen statistisch bedeutsame Fortschritte gemacht wurden, fehlten diese in anderen. Einflüsse von Geschlecht der Kinder und dem Alter der Unterrichtenden waren nicht ausschlaggebend. Diskussion: Die Implementierung eines dreistufigen Diagnoseverfahrens zur Erhebung von Schwächen in der Rechenentwicklung wurde großflächig ausgeführt und positiv angenommen. Die Ergänzung der Lehrkräfte-Einschätzung durch einen normierten Speed-Test und auch der Einsatz eines informellen Rechenverfahrens beeinflussten die Bewertung er Rechenentwick- lung einzelner Schüler und somit die Entscheidung für oder gegen eine spezifische Förderung. Diese zeigte geringe statistische Effekte, vorrangig erklärt durch eine zu geringe Förderfrequenz und zu geringes Fördermonitoring. Diese Informationen werden für die Planung weiterführen- der Interventionen verwertet.
Translated title of the contributionFömaK – A Pilot-Study for Enhancement of Mathematical Competences
Original languageGerman (Austria)
Pages (from-to)1-12
Number of pages11
JournalLernen und Lernstörungen
Volume3
DOIs
Publication statusPublished - 2020

Fields of science

  • 302 Clinical Medicine

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