Abstract
Daten über Menschen auf Micro- und Makroebene werden aus unterschiedlichen Informationsquellen extrahiert und in verschiedenen staatlichen und privaten Datenbanken gesammelt: Diese fast unüberschaubare Menge an Daten kann zur Beschreibung vergangener Verhaltensweisen, zur Erstellung von Zukunftsprognosen über individuelles Verhalten und ebenso zur Vorhersage von allgemeinen Trends genutzt werden kann. Die Datenmenge selbst und die mit ihr einhergehenden durch digitale Innovationen geschaffenen Möglichkeiten werden nicht nur durch den Privatsektor, sondern auch von der öffentlichen Verwaltung zunehmend genutzt: Behörden wie das österreichische Bundesministerium für Finanzen oder das Arbeitsmarktservice setzen zunehmend Predictive Analytics-Modelle zur Analyse von Massendaten ein, um daraus Aussagen über mögliches vergangenes oder zukünftiges Verhalten abzuleiten und auf dieser Basis entsprechende Überprüfungen vorzunehmen. Der vorliegende Forschungsbeitrag an der Schnittstelle von Technik und Recht untersucht den Status quo des Einsatzes von Predictive Analytics im Rahmen der öffentlichen Verwaltung und befasst sich mit den Rahmenbedingungen in den Bereichen des öffentlichen Rechts, Sozialrechts und Steuerrechts. Er liefert damit für Österreich eine erste Aufarbeitung von Predictive Analytics aus interdisziplinärer Perspektive.
| Original language | German (Austria) |
|---|---|
| Pages (from-to) | 150-160 |
| Number of pages | 11 |
| Journal | ZTR - Zeitschrift für Energie- und Technikrecht |
| Issue number | 4 |
| Publication status | Published - 2021 |
Fields of science
- 505 Law
- 505001 Labour law
- 505012 Public law
- 505022 Tax law
- 505028 Administrative law
- 505030 Commercial law
- 505031 Civil law
JKU Focus areas
- Digital Transformation