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In-vitro-Exposition humaner Nasenschleimhautzellen und Lymphozyten mit Schnupftabak

Translated title of the contribution: In vitro exposure of human nasal mucous membrane cells and lymphocytes to snuff
  • Sebastian Bunk
  • , Lukas Uebelacker
  • , Agmal Scherzad
  • , Johannes Hochstöger
  • , Nikolaus Poier
  • , Stephan Hackenberg
  • , Norbert Kleinsasser

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

Abstract

Zusammenfassung Hintergrund Die Studienlage zu Kautabak und Zigarettenrauch ist eindeutig und zeigt karzinogenes Potenzial. Über Schnupftabak ist hingegen wenig bekannt, v. a. auf zellulärer Ebene gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Publikationen. Somit lässt sich die eventuell mutagene Wirkung von Schnupftabak nur schwer einschätzen. In Konsequenz stützt sich die WHO in ihrer Einstufung des Schnupftabaks als nicht karzinogen auf eine sehr eingeschränkte Datenlage. Ziel Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Schnupftabak auf mögliche zyto- und genotoxische Effekte auf humane Lymphozyten und Nasenschleimhautzellen zu untersuchen um ggf. tumorinitiierende Effekte darzustellen. Material und Methoden Eingesetzt wurden eine Schnupftabaksorte ohne Menthol und eine Sorte mit Mentholzusatz. Die benötigten Nasenschleimhautzellen und Lymphozyten wurden von 10 Probanden gewonnen und eine Stunde lang mit einem Schnupftabak-DMSO-Gemisch (2000 µg/ml bis 0,01 µg/ml) inkubiert. Zur Analyse wurde der Trypanblau-Test, der Comet-Assay und der Mikrokerntest verwendet. Ergebnis Der Trypanblau-Test zeigte keinen Abfall der Vitalität. Beim Comet-Assay ergab sich bei Lymphozyten ein signifikanter Anstieg der DNA-Fragmentierung ab 100 µg/ml, bei Nasenschleimhautzellen ab 1000 µg/ml. Der Mikrokerntest wies keine signifikante Zunahme der Mikrokerne auf. Es konnte kein Unterschied zwischen den beiden Tabaksorten aufgezeigt werden. Diskussion Es zeigte sich eine Schädigung der Erbsubstanz im Comet-Assay, die möglicherweise reparabel ist. Irreparable DNA-Schäden im Sinne von Mikrokernen wurden nicht gefunden. Nach diesen Ergebnissen muss die Einstufung der WHO in Zweifel gezogen werden. Untersuchungen mit weiteren Endpunkten der Genotoxizität sind somit gerechtfertigt, um zu einer fundierten Beurteilung des Risikopotenzials von Schnupftabak zu gelangen. Schlüsselwörter Risikoprofil Genotoxizität Zytotoxizität Comet-Assay Mikronukleus-Assay
Translated title of the contributionIn vitro exposure of human nasal mucous membrane cells and lymphocytes to snuff
Original languageGerman (Austria)
Pages (from-to)8-13
Number of pages6
JournalHNO
Volume68
Issue number1
DOIs
Publication statusPublished - 01 Jan 2020

Fields of science

  • 301 Medical-Theoretical Sciences, Pharmacy
  • 302 Clinical Medicine

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