Abstract
Ausgangspunkt ist das immanente Problem der Bildungsungleichheiten. Gleiche Bildungschancen sind von Bedeutung, da Bildungsabschlüsse eine entscheidende Voraussetzung für Positionen auf dem Arbeitsmarkt sind und damit Einkommen, Lebenschancen und soziale Schicht bestimmen. Ungeachtet der Illusion von Chancengleichheit variieren Bildungschancen und kumulieren in verschiedenen Bildungskarrieren. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines integrativen Modells unter Berücksichtigung unterschiedlicher theoretischer Erklärungsansätze zur Erklärung von Bildungsungleichheiten am Beispiel des deutschen Bildungssystems. Um ein gesellschaftliches Problem wie Bildungsungleichheiten zu verstehen, ist das Zusammenspiel von individuellem Handeln und Strukturen von Interesse. Relevante Faktoren und Mechanismen, die zu den – nach wie vor – beobachtbaren Ungleichheiten führen, sind vielfältig. Im Allgemeinen basieren sie jedoch auf Interaktionen zwischen persönlichen Merkmalen (d. h. sozialem Status) und Handlungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund struktureller Gegebenheiten. Kontextmerkmale wie unterschiedliche soziale Herkunft spiegeln sich als individuelle Merkmale wider, aus denen individuelle Handlungstheorien entstehen, die auf aggregierter Ebene zu kollektiven Bestrebungen und Handlungen führen. Im Vordergrund stehen die Fragen: Wie Akteure unterschiedlicher sozialer Herkunft das Bildungssystem in seiner Struktur und Funktionsweise wahrnehmen und in Bezug auf Bildungsentscheidungen interpretieren? Was von wem weshalb als erstrebenswerte Bildungsoption in Reichweite wahrgenommen wird? Welche Faktoren bestimmen diese Wahrnehmungen und in welcher Beziehung stehen diese? Als analytischer Zugang werden vor dem Hintergrund der Komplexität hinter Bildungsentscheidungen, Strukturgleichungsmodelle gewählt. Die Arbeit nutzt Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS).
| Original language | German (Austria) |
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| Publication status | Published - 2025 |
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