Der Gesellschaftsvertrag einer Diktatur: Ideen- und Realgeschichte der chilenischen "Verfassung der Freiheit"

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference proceedings

Abstract

Eine neue Verfassung stand nach dem Putsch im Jahr 1973 ganz oben auf der Agenda der chilenischen Militärregierung. Ziel war es, eine neue Ordnung zu schaffen und deren Fortbestand über die Dauer der Diktatur hinaus zu sichern. Rechts- und neoliberale Expertenkreise diskutierten jahrelang das Vertragswerk, das schließlich nach einem Buchtitel von Friedrich August Hayek den Namen „Verfassung der Freiheit“ erhielt. Der Beitrag zeichnet den Prozess ihrer Entstehung nach und arbeitet die Positionen und ideologischen Standpunkte der beteiligten Akteure heraus. Dabei wird deutlich, auf welche Weise lokale Wissensformen mit transnationalen neoliberalen Diskurskoalitionen zusammenwirkten. Im Ergebnis entstand ein einzigartiges Dokument, das der chilenischen Demokratie bis heute die politischen Spielräume einengt.
Original languageGerman (Austria)
Title of host publicationDemokratie! Demokratie? Postdemokratie kritisch hinterfragt
Editors Nordmann, Jürgen/Hirte, Katrin/Ötsch, Walter Otto
Place of PublicationMarburg
PublisherMetropolis
Pages195-220
Number of pages25
Volume5
ISBN (Print)978-3-89518-970-8
Publication statusPublished - 2012

Publication series

NameKritische Studien zu Markt und Gesellschaft

Fields of science

  • 504001 General sociology
  • 506006 Peace studies
  • 504027 Special sociology
  • 506012 Political systems
  • 506003 Development policy
  • 509 Other Social Sciences
  • 506013 Political theory
  • 506008 Conflict research

JKU Focus areas

  • Social Systems, Markets and Welfare States
  • Social and Economic Sciences (in general)

Cite this