The Wild Man and the Shepherd – Hegemoniale Männlichkeiten und Traumadefinitionen in The Hurt Locker (2008) und American Sniper (2014)

  • Sebastian Fitz-Klausner (Speaker)

Activity: Talk or presentationContributed talkunknown

Description

Trotz vieler Vergleiche unterscheiden sich die Interpretationen von The Hurt Locker und American Sniper maßgeblich – und das ist nirgendwo deutlicher als in der Traumakonzeption. Während Chris Kyle als Repräsentationsfigur für PTSD und die Art galt, wie man mit Trauma umgehen und es sogar überwinden (!) kann, wird sein Konterpart in The Hurt Locker als Adrenalinjunkie rezipiert. Wird das Trauma mal akzeptiert, wird dieses auf eine Handvoll Szenen reduziert, indessen die traumatische Disposition ignoriert oder als Adrenalinsucht interpretiert, um ein Narrativ kühler Männlichkeit zu konstruieren. Demgegenüber verbindet Clint Eastwood Kyles PTSD mit positiven Attributen und konstruiert das Narrativ als Rachegeschichte, um legitime Formen von Trauma und geschlechtlich gemäßer Reaktion zu eröffnen. In einer kulturhistorischen Analyse beider Filme werden Konzepte legitimer und illegitimer Traumata (USA), ihre narrativen Strukturen und Verbindungen zu hegemonialen Männlichkeiten betrachtet.
Period11 Jun 2016
Event titleKonstruktive Unruhe. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2016
Event typeConference
LocationAustriaShow on map

Fields of science

  • 604011 Film studies
  • 501017 Psychoanalysis
  • 605004 Cultural studies
  • 603123 History of science
  • 601008 Science of history
  • 509017 Social studies of science
  • 504014 Gender studies

JKU Focus areas

  • Gender Studies