Description
Obwohl die meisten auf diesem Gebiet tätigen Forscher, sowohl im Mainstream/in der Neoklassik als auch in zumindest einigen heterodoxen Ansätzen wie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, dem Ideal der Wertfreiheit zustimmen würden, besteht unter Methodologen und Wissenschaftsphilosophen weitgehend Einigkeit darüber, dass die Wissenschaft im allgemeinen und die Wirtschaftswissenschaften im besonderen nicht wertfrei sein können und sollten. Das Ziel meines Vortrags besteht darin, dem Arsenal der Verfechter der wertgeladenen Wissenschaft ein neues Argument hinzuzufügen. Das Argument ist im wesentlichen folgendes. Ohne Theorien über die Natur von Preisbildung und Geld kommt die Wirtschaftswissenschaft nicht vom Fleck. Unterschiedliche Theorien haben jedoch unterschiedliche Implikationen dafür, welche sozialen Phänomene und Institutionen als „natürlich“ und welche als „menschengemacht“, „geplant“ oder „Abweichungen vom Normalen“ anzusehen sind. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Wünschbarkeit und Rechtfertigung sozialer Interventionen und damit auf politische Empfehlungen. In der Wahl zwischen den theoretischen Grundmodellen kann Evidenz nur eine untergeordnete Rolle spielen. Meine Hauptfallstudie wird die Kontroverse zwischen „Metallisten“, „Chartalististen“ und „Eigentumsökonomen“ über die Natur und Herkunft des Geldes sein.| Period | 22 Sept 2025 |
|---|---|
| Event title | Tagung der Akademie der Wissenschaften Hamburg |
| Event type | Conference |
| Location | Hamburg, GermanyShow on map |
| Degree of Recognition | International |
Fields of science
- 603113 Philosophy
- 603124 Theory of science
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