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Description
Das moderne westliche Wirtschaftssystem wird gemeinhin als
Marktwirtschaft
charakterisiert,
die in verschiedenen Varianten – etwa der deutschen „
Sozialen Marktwirtschaft
“ – auftreten
kann.
Aber was ist mit diesen beiden Begriffen wirklich gemeint?
• Stellen sie Namen für Entitäten dar oder sind sie normativ zu verstehen?
• Bezeichnen sie Idealtypen oder einen spezi
fi
schen Wirtschaftsstil?
• Enthält das Konzept einer „Sozialen Marktwirtschaft“ eine Utopie, die noch niemals realisiert
worden ist?
• In welchem Verhältnis stehen dabei „Märkte“ zu den sozialen Verhältnissen und gesellschaft-
lichen Formationen auf denen sie ruhen oder sind sie soziale Verhältnisse bzw. Strukturen
(Beckert u.a. 2009)?
• Sind „Märkte“ vornehmlich als Koordinationsinstrumente zu verstehen, wie es von der neo-
klassischen Mainstreamökonomie im Anschluss an Jevons und Marshall postuliert wird?
• In welcher Beziehung stehen dabei Markt und Wettbewerb?
• Oder sind „Märkte“ vielmehr Regelsysteme (Parsons 1980, hier in: Opielka 2006, 232) zur
Regulierung sozialen Lebens (Pirker 2004) oder Arenen der Auseinandersetzung um Macht,
Ein
fl
uss, Einkommen und Vermögen?
• Sind „Märkte“ neutrale Instrumente, die man zur eigenen Zielerreichung bedenkenlos verwen-
den kann oder birgt die Markt-Orientierung in Politik und Gesellschaft die Gefahr, die sozialen
Folgen einer primär marktlichen Interaktion von Menschen zu unterschätzen?
• Oder dient die Verbalisierung dessen nur als „Instrument“ zur Durchsetzung bestimmter In-
teressen, - begünstigt z.B. durch ihre Nichtoperationalisierbarkeit, wodurch „der Markt“ zum
„Mythos“ wird (Ötsch 2009)?