Abstract
Anhand der Untersuchung von neun Tiefeninterviews wird der Beitrag der Metaphernanalyse als sozialwissenschaftliche Methode zur Erfassung alltäglicher Vorstellungen näher betrachtet. Auf kollektiver Ebene wird gezeigt, daß die metaphorisch strukturierten Depressionsvorstellungen als sozial geteilter Fundus an Interpretationsweisen immer auch in Relation zu gesellschaftlichen Werten und Normen stehen. Metapher als Kondensat von Erfahrung ermöglicht nicht nur eine klar konturierte Vorstellung eines Phänomens wie dem der Depression, sondern ermöglicht ebenso deren Bewertung wie sie Erklärungsweisen und Handlungsanleitungen nahelegt. Anhand eines Fallbeispiels wird demonstriert, wie individuelle Vorstellungen vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund ihre Ausarbeitung erfahren und das Selbsterleben bestimmen.
| Titel in Übersetzung | Black hole, mental paralysis and deep sleep: a metaphor analysis of lay conceptions of depression |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
| Seiten (von - bis) | 85-104 |
| Seitenumfang | 19 |
| Fachzeitschrift | Psychotherapie und Sozialwissenschaft |
| Volume | 1 |
| Ausgabenummer | 2 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Mai 1999 |
Wissenschaftszweige
- 501 Psychologie
- 501002 Angewandte Psychologie
- 501006 Experimentalpsychologie
- 501021 Sozialpsychologie
- 501029 Wirtschaftspsychologie
- 502045 Verhaltensökonomie
- 509017 Wissenschaftsforschung
- 605004 Kulturwissenschaft
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