Abstract
Wir diskutieren die Darstellung von Sextouristinnen anhand der in diesem Kontext zentralen Filme Vers le sud (FR/CA/BE 2005) und Paradies: Liebe (AT/DE/FR 2012). Trotz formaler Unterschiede werden in beiden Filmen zahlreiche Differenzen zwischen Touristinnen und lokalen Männern (u. a. hinsichtlich race, age, economic background) eingesetzt, um zu suggerieren, dass die dargestellten Beziehungen ausschließlich monetär und zum Scheitern verurteilt wären. Statt auf die sexuelle und geschlechtliche Transgression der Touristinnen zu fokussieren, rekurrieren die Filme so auf vergeschlechtlichte Narrative des Scheiterns. Damit werden im Bestreben, globale Beziehungen als ambivalentes Machtgefüge kritisch auszustellen, konventionelle Geschlechterbilder einmal mehr affirmiert.
Schlüsselwörter
Weiblicher Sextourismus, Filmanalyse, Globalisierungskritik, Vers le sud, Paradies: Liebe
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 86-100 |
| Seitenumfang | 15 |
| Fachzeitschrift | Gender |
| Ausgabenummer | 2 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Juni 2023 |
Wissenschaftszweige
- 504014 Gender Studies
- 504031 Diversitätsforschung
- 605004 Kulturwissenschaft
JKU-Schwerpunkte
- Sustainable Development: Responsible Technologies and Management
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