Abstract
In der vorliegenden Arbeit soll aus volkswirtschaftlicher Sicht dargelegt werden, daß, warum und wie sehr Kontrolle im öffentlichen Bereich unwillkürlich einen Konfliktbereich darstellt. Dabei wird gezeigt, wie unterschiedlich die Folgerungen für die Gestaltbarkeit und Gestaltung der öffentlichen Finanzkontrolle in der Praxis sein können, daß mit der jeweiligen Entscheidung unumgänglich eine Wertung verbunden ist und welche generellen Folgerungen daraus gezogen werden können. Hinsichtlich der umstrittenen Frage nach einer Kompetenzauf- oder Abwertung kann generell bloß formuliert werden: Kompetenzänderungen, für die man sich - egal in welche Richtung - entscheidet, machen nur dann Sinn, wenn danach die Weite des Verantwortungsbereichs der öffentlichen Finanzkontrolle den fachlichen Voraussetzungen und institutionellen Rahmenbedingungen entsprechen, die in dieser bzw. für diese Institution gegeben sind. Ein aufgewerteter, aber nicht entsprechend leistungsfähig gemachter Rechnungshof dürfte gesellschaftlich ebenso ineffizient sein, wie ein fähiger und leistungswilliger Rechnungshof, der durch institutionelle Arrangements in seiner Effizienz eingeschränkt ist. Diese Binsenweisheit wird jedoch in der Reformdebatte der Praxis viel zu sehr vernachlässigt.
| Titel in Übersetzung | Public auditing as a field of tension. Perspectives, scope of conflict and implications |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
| Seiten (von - bis) | 69-82 |
| Fachzeitschrift | Das öffentliche Haushaltswesen in Österreich |
| Volume | 40 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 1999 |
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