Abstract
Wachstum von Produktion und Beschäftigung müssen nicht hinreichen, um nicht (mehr) in der Krise zu sein. Hinter den nüchternen Zahlen amtlicher Statistik verbergen sich womöglich ungeahnte Kosten der Krise. Vielleicht ist es uns ganz recht, die unmittelbar von der Krise Betroffenen selbst für ihr Leid verantwortlich zu wähnen. Im Gefolge der aktuellen Wirtschaftsprobleme bietet sich ein Blick zurück in die kurze und lange Vergangenheit an, der auf kurz- und langfristige Ähnlichkeiten hindeutet. Einerseits stehen bislang missachtete warnende Stimmen kristischer ÖkonomInnen wie Hyman Minsky höher im Kurs und werden Konjunkturprogramme keynesianischer Art realisiert. Andererseits lassen wir die Finanzmärkte nahezu ungehindert weiter an ihrer Dominanz gegenüber staatlicher Wirtschaftspolitik arbeiten und streben auch deshalb nach bal-digem Budgetausgleich über Ausgabeneinsparungen bei fast unveränderter Steuermanier. Haben wir der zentralisierten Geld- und Währungspolitik Dezentrales sinnvoll zur Seite zu stellen? Eine Zentralisierung nationaler Wirtschaftspolitiken bei der EU dürfte weitere Gefahren bergen. Es geht längst und immer mehr um die verschleppte Grundsatzfrage, was wir gesamtwirtschaftlich für entscheidend halten und was wir unter EU-Wirtschaftspolitik verstehen wollen. Da-nach sowie mit Blick auf mögliche Korrekturen sollten die Institutionen ausgerichtet werden. Die Zeit von Alibi-, Ersatzhandlungen und Symptomkuren sollte bald enden.
| Titel in Übersetzung | Hurray, we are out of the crisis. Are we? And for how lon? |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
| Seiten (von - bis) | 57-75 |
| Seitenumfang | 19 |
| Fachzeitschrift | WISO - Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift |
| Volume | 34 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Dez. 2011 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 2 – Kein Hunger
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SDG 8 – Anständige Arbeitsbedingungen und wirtschaftliches Wachstum
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