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Das "strukturelle Defizit" in der österreichischen Budgetpolitik: Berechnungsprobleme, Revisionen und wirtschaftspolitische Relevanz

  • Philipp Heimberger

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikel

Abstract

Dieses Papier analysiert die Rolle des „strukturellen Defizits“ in der österreichischen Budgetpolitik. Der strukturelle Budgetsaldo ist im EU-Fiskalregelwerk eine zentrale Kontrollgröße zur Einschätzung der Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte. Es handelt sich um eine um Konjunktur- und Einmaleffekte korrigierte Schätzgröße, deren Höhe maßgeb- lich von einem makroökonomischen Modell bestimmt ist, das die Europäische Kommission zur Einschätzung der Outputlücke als Maß für den Auslastungsgrad einer Volkswirtschaft verwendet. Dieses Papier veranschaulicht die bestehenden Schätzprobleme, die in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit zu einer Unterschätzung der wirtschaftlichen Unterauslastung und zu einer Überschätzung der strukturellen Defizite führen. Der durch methodische Probleme bedingte, prozyklische Budgetkonsolidierungsdruck schränkt den fiskalpolitischen Hand- lungsspielraum ein und erschwert das Tätigen öffentlicher Investitionen, die Wirtschafts- wachstum und Beschäftigung ankurbeln würden.
Titel in ÜbersetzungThe 'structural deficit' in Austria fiscal policy-making: Calculation problems, revisions and policy consequences
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Seiten (von - bis)451-464
Seitenumfang14
FachzeitschriftWirtschaft und Gesellschaft
Volume42
Ausgabenummer3
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Wissenschaftszweige

  • 502 Wirtschaftswissenschaften
  • 502049 Wirtschaftsgeschichte
  • 504027 Spezielle Soziologie
  • 502027 Politische Ökonomie
  • 506013 Politische Theorie

JKU-Schwerpunkte

  • Soziale Systeme, Märkte und Wohlfahrtsstaat

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