Projektdetails
Beschreibung
Das Gen TERT (telomerase reverse transcriptase) kodiert einen Teil des sog. „Unsterblichkeitsenzyms“ Telomerase. Dieses verhindert, dass sich die Enden der Chromosomen (Telomere) bei der Zellteilung verkürzen. Im gesunden Organismus ist die Funktion der Telomerase naturgemäß sehr eingeschränkt, um ein unkontrolliertes Zellwachstum zu unterdrücken. Im Gegensatz dazu, ist die Telomerase in 90 Prozent aller malignen soliden Tumore, auch Glioblastomen, aktiviert. Kürzlich wurde entdeckt, dass Mutationen in der Startersequenz des TERT-Gens, für diese „Überaktivierung“ verantwortlich sind. In der o.a. Studie konnten wir zeigen, dass die Hochregulierung der Telomerase sowie ihrer katalytischen Untereinheit TERT durch Mutationen an der Startersequenz des TERT-Gens bedingt ist, und einen deutlich aggressiveren Glioblastom-Subtyp charakterisiert, der besonders bei PatientInnen jüngeren Alters mit deutlich schlechterer Prognose einhergeht. Die Ergebnisse wurden im Journal Neuro Oncology publiziert. Ob und wie die Telomerase als therapeutisches Target genützt werden kann, wird in zukünftigen Studien untersucht.
| Status | Abgeschlossen |
|---|---|
| Tatsächliches Beginn-/Enddatum | 01.11.2016 → 31.12.2020 |
Projektbeteiligte
- Johannes Kepler Universität Linz (Leitung)
- Institut für Krebsforschung der Meduni Wien (Projektpartner*in)
Wissenschaftszweige
- 305 Andere Humanmedizin, Gesundheitswissenschaften
- 304 Medizinische Biotechnologie
- 303 Gesundheitswissenschaften
- 302 Klinische Medizin
- 301 Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie
- 302051 Neurochirurgie