Projektdetails
Beschreibung
Osteoarthritis (OA) ist eine der führenden muskuloskelettalen Erkrankungen in der alternden Bevölkerung und immer noch eine Herausforderung für Kliniker und Wissenschaftler. Derzeit gibt es keine langanhaltende regenerative Behandlung für OA. Tissue Engineering hat sich als vielversprechendes Instrument zur Wiederherstellung von osteochondralen (OC) Defekten herausgestellt. In diesem Projekt wollen wir die bei OA vorhandene Entzündung und den Matrixabbau unterbrechen und gleichzeitig neues Gewebe rekonstruieren, indem wir allogene Stammzellen (aus Fettgewebe stammende mesenchymale Stammzellen (ASCs), sowie aus Urin stammende, genmodifizierte induzierte pluripotente Stammzellen (UiPSC) und davon abgeleitete chondrogene Vorläuferzellen (iCPC)), mit starken anti-inflammatorischen und immunomodulatorischen Eigenschaften und hohem Differenzierungspotential. Um ein therapeutisches Stammzellprodukt zu entwickeln und herzustellen, ist eine umfassende Qualitätskontrolle erforderlich, um die Identität, Reinheit, Potenz und Sicherheit der Zellen sicherzustellen, und dabei genetische Instabilität und Tumorgenität zu vermeiden. Unser Ziel ist es, eine sichere und effiziente Grundlage für allogene Zelltherapien zu schaffen, indem wir nach einem umfassenden und detaillierten Analyseprozess, der im Rahmen dieser Studie entwickelt wird, ein vorläufiges qualitatives Produktprofil von unseren Zellen definieren, und aktuelle Richtlinien anwenden, um Identität, Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Dies beinhaltet eine kritische eingehende Analyse der Zellidentität und -eigenschaften und der Beziehung zwischen diesen Qualitätsattributen und der Potenz, die für verschiedene Wirkungsweisen repräsentativ ist, damit Zellen mit der richtigen Qualität in präklinischen Studien verwendet werden. Wir werden uns mit Immunabstoßungsproblemen, die mit Transplantationsprozessen einhergehen, befassen, und unsere Zellen auf ihre immunomodulatorischen und entzündungshemmenden Aktivitäten prüfen, indem wir verschiedene funktionelle immunologische Tests durchzuführen. Um optimale Krankheitsbedingungen zum Testen der Funktionalität in vitro nachzuahmen, werden wir Knorpelscheiben und OC-Zylinder aus OA-Gelenken verwenden. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Studie zeigen wird, dass unsere detailliert analysierten Zellen die beste Alternative und daher die idealen Kandidaten für OA gegenüber herkömmlichen zellbasierten Therapien sind. Dieser umfassende Charakterisierungsansatz wird auch der Schlüssel zur Entwicklung von Herstellprozessen sein, die reproduzierbar und skalierbar sind, um zukünftige klinische und kommerzielle Anforderungen zu erfüllen. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes wird Phoenestra diese Zelltherapeutika aktiv in Richtung Marktreife weiterentwickeln und die Klinik für Orthopädie und Traumatologie die optimierten Zelltherapieansätze in klinischen Studien einsetzen.
| Status | Abgeschlossen |
|---|---|
| Tatsächliches Beginn-/Enddatum | 01.09.2023 → 31.08.2026 |
Projektbeteiligte
- Johannes Kepler Universität Linz (Leitung)
- Phoenestra GmbH (Projektpartner*in)
Wissenschaftszweige
- 106039 Stammzellenforschung
- 302057 Orthopädie
- 302085 Unfallchirurgie
- 304008 Regenerative Medizin
- 304007 Tissue Engineering