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CD-Labor für Private Digitale Authentifizierung in der Physischen Welt - Digidow

Projekt: Geförderte ForschungCDG - Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Projektdetails

Beschreibung

Im beantragten Christian Doppler Labor für Private Digitale Authentifizierung in der Physischen Welt (Digidow) assoziieren wir jeweils einen persönlichen digitalen Agenten mit individuellen Nutzern in der physischen Welt. Dieser persönliche Agent ermöglicht als Stellvertreter die Nutzung digitaler und physischer Dienste für das jeweilige Individuum, unter dessen alleiniger Kontrolle der Agent steht. Dieser Ansatz erzeugt allerdings zwei fundamentale Probleme. Das erste ist ein Problem der Masse: die Entwicklung würde von ein paar wenigen Nutzern bis hin zur globalen Bevölkerung als potenzielle Zielgruppe führen. Das zweite ist noch grundlegender: die Entwicklung weg von persönlichen mobilen Geräten und zentralisierten Datenbanken hin zu einer gänzlich dezentralisierten Architektur entfernt die primären Elemente der Vertrauensgrundlage aus aktuellen Systemen. Wir werden beide Probleme durch ein neues Modell zur privaten Orts- und Verhaltensüberwachung, welche in den persönlichen Agenten implementiert wird, lösen. Dieses Modell wird implementiert und in eine vollständige Vertrauenskette über mehrere Parteien integriert werden. Jährliche Prototypen werden den Fortschritt demonstrieren und die Evaluierung anhand konkreter Anwendungsfälle wie dem Grenzübertritt ermöglichen. Ein wesentlicher Beitrag von Digidow ist dabei die ganzheitliche Betrachtung der digitalen Authentifizierung in der physischen Welt. Ein Schwerpunkt liegt daher auch auf der Überwindung der Komplexität bei der Verknüpfung bekannter Methoden aus einzelnen Teilfeldern der digitalen Authentifikation. Digidow bezieht seine Vision und Anwendungsfälle aus den Gebieten des Ubiquitous bzw. Pervasive Computing, aber hat interdisziplinäre Berührungspunkte mit Kryptographie, Netzwerken, verteilten Systemen, biometrischer Authentifizierung, maschinellem Lernen und Sicherheit von Programmcode sowie den zugehörigen sozialen, rechtlichen und ethischen Aspekten.
StatusLaufend
Tatsächliches Beginn-/Enddatum01.01.202031.12.2026

Projektbeteiligte

  • Johannes Kepler Universität Linz (Leitung)
  • Kepler Universitätsklinikum GmbH (Projektpartner*in)
  • NXP Semiconductors Austria GmbH & Co KG (Projektpartner*in)
  • Österreichische Staatsdruckerei GmbH (Projektpartner*in)
  • 3 BANKEN IT GmbH (Projektpartner*in)
  • ekey biometric systems GmbH (Projektpartner*in)

Wissenschaftszweige

  • 102016 IT-Sicherheit
  • 102 Informatik
  • 202031 Netzwerktechnik
  • 102022 Softwareentwicklung
  • 505015 Rechtsinformatik
  • 102025 Verteilte Systeme

JKU-Schwerpunkte

  • Digital Transformation