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Aids - Einstellung und Präventionsverhalten der OberösterreicherInnen zu HIV/Aids. Eine repräsentative Untersuchung in der Altersgruppe der 15-35 Jährigen.

  • Grausgruber, Alfred (Projektleiter*in)

Projekt: AnderesProjekt aus Wissenschaftsgebiet der Forschungseinheit

Projektdetails

Beschreibung

Die Alterskategorie der 25-35 Jährigen weist im Vergleich zu den 15-25 Jährigen einerseits eine verringerte Inanspruchnahme von Angeboten der Aids-Hilfe auf, andererseits befindet sich der überwiegende Teil der erstmals HIV-positiv getesteten Personen in dieser Alterskategorie. In Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber bzw. Kooperationspartner AIDS-Hilfe OÖ wurde in einer repräsentativen Studie bei 521 jungen Menschen in OÖ zwischen 15-35 Jahren das Wissen bezüglich HIV/Aids und neue Behandlungs-möglichkeiten, Informationsquellen und deren Nutzung, Risiko-bewußtsein, Einstellung zu Kondomen und Kondom-verwendung sowie das Sexualverhalten mittels face-toface Interviews erfaßt. Ergebnisse: Oberösterreicherinnen halten Aids für die 2. gefährlichste Krankheit, von der wir in Österreich bedroht sind. 39% haben sich schon einmal persönliche Sorgen wegen einer HIV-Infektion gemacht, aber nicht einmal ein Fünftel (18%) spricht über HIV/Aids. Das Wissen über HIV/Aids ist relativ gut, nur wenigen sind die Übertragungsmöglichkeiten von HIV/Aids nicht bekannt. Allerdings besteht eine gewisse Verunsicherung, ob man sich beim Küssen ansteckt. Rd. zwei Drittel beziehen ihre Informationen über HIV/Aids aus den Massenmedien, daneben gewinnt die schulische Aufklärung immer mehr an Bedeutung. Bezüglich des Wissens besteht ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: Die Bevölkerung auf dem Land weist merkliche Wissenslücken auf. Nur gut jeder Vierte verwendet beim Geschlechts-verkehr immer oder meistens Kondome. Die regel-mäßige Kondomverwendung nimmt mit steigendem Alter deutlich ab. Die Haltung zu Kondomen ist zwiespältig: einerseits werden sie als sicher und notwendig erachtet, andererseits werden sie zugleich als störend, unromantisch künstlich und unangenehm empfunden. Eine verstärkte Präventionsarbeit insbesonders auf dem Land und eine Enttabuisierung sind notwendig.
StatusAbgeschlossen
Tatsächliches Beginn-/Enddatum01.10.200031.10.2001

Projektbeteiligte

Wissenschaftszweige

  • 504020 Medizinsoziologie
  • 303027 Sozialmedizin
  • 303025 Präventivmedizin
  • 509008 Kinderforschung, Jugendforschung
  • 504021 Migrationsforschung
  • 504005 Bildungssoziologie
  • 504003 Armut und soziale Ausgrenzung
  • 504002 Arbeitssoziologie
  • 509002 Disability Studies
  • 504001 Allgemeine Soziologie
  • 509012 Sozialpolitik
  • 504 Soziologie
  • 504015 Geschichte der Soziologie
  • 504030 Wirtschaftssoziologie
  • 506003 Entwicklungspolitik
  • 504014 Gender Studies
  • 509011 Organisationsentwicklung
  • 603124 Wissenschaftstheorie
  • 504027 Spezielle Soziologie
  • 504011 Familienforschung
  • 502001 Arbeitsmarktpolitik
  • 502012 Industriebetriebslehre
  • 504007 Empirische Sozialforschung
  • 504023 Politische Soziologie

JKU-Schwerpunkte

  • Sustainable Development: Responsible Technologies and Management
  • Digital Transformation