Aktivität: Vortrag oder Präsentation › Vortrag nach Bewerbung und Auswahl › Science-to-science
Beschreibung
Dieser Beitrag präsentiert ein organisationssoziologisches Modell zum Wechselverhältnis von soziotechnischen Zukunftsnarrativen, Organisationen und Gesellschaft. Es basiert auf einer strukturationstheoretischen Perspektive (vgl. Giddens, 1984) und deren Weiterentwicklung für die Organisationssoziologie (vgl. Jungmann, 2019; vgl. Ortmann et al., 2000; vgl. Windeler, 2001; vgl. Windeler & Jungmann, 2023). In diese werden Konzepte der Techniksoziologie (vgl. Borup et al., 2006; vgl. van Lente & Rip, 1998) sowie des soziologischen Neo-Institutionalismus (vgl. J. W. Meyer et al., 1992 [1983]) integriert. Empirisch speist sich das Modell aus qualitativer Fallforschung (vgl. Ragin, 1992; vgl. Wagenknecht & Pflüger, 2018) zum Phänomenbereich Digitalisierung in verschiedenen Organisationen (Beratung, IT-Unternehmen, Industrieunternehmen). Die herausgearbeiteten Fälle stehen für konkrete Wechselverhältnisse von soziotechnischen Zukunftsnarrativen und organisationaler Praxis. Das Modell nimmt eine Mehr-Ebenen-Perspektive auf organisationale Praxis (vgl. Jungmann, 2019, S. 22) ein und trägt so zum Verstehen/Erklären einer gesellschaftlichen Einbettung von Organisationen bei (vgl. Windeler & Jungmann, 2023, S. 1462). Es fokussiert mit soziotechnischen Zukunftsnarrativen einen Ausdruck von Umwelterwartungen an Organisationen sowie ein Instrument zur Umweltgestaltung durch Organisationen.
Zeitraum
23 Sep. 2025
Ereignistitel
Transitionen 42. Kongress Deutsche Gesellschaft für Soziologie