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Möglichkeiten und Grenzen einer hegemonietheoretischen Analyse peripherer Staatlichkeit

  • Stefan Pimmer (Vortragende*r)

Aktivität: Vortrag oder PräsentationVortrag nach Bewerbung und Auswahlunbekannt

Beschreibung

Die gramscianische Staats- und Hegemonietheorie hat nicht nur in den Gesellschaften des globalen Nordens eine starke Verbreitung gefunden. Auch im globalen Süden, vor allem in Lateinamerika, stellen die Kategorien Gramscis zentrale Referenzen in den politikwissenschaftlichen Debatten dar. Die Anwendung seiner Konzepte ist jedoch nicht unumstritten. Vor allem post- und dekoloniale Positionen verweisen auf deren eingeschränkten Geltungsbereich. Die den gramscianischen Kategorien zugrunde liegenden Erfahrungen würden sich vorwiegend auf die Gesellschaften des "Westens" beziehen und könnten daher der Eigenheit peripherer Länder nur ungenügend Rechnung tragen. Demgegenüber wird im Vortrag auf die von Gramsci selbst verwendete Methode der Übersetzung verwiesen: diese soll zwischen dem historischen Kern seiner Begriffe und dem konkreten Kontext peripherer Gesellschaften vermitteln, und damit die analytischen Möglichkeiten und Grenzen seiner Kategorien aufzeigen. Durch die Übersetzungsarbeit, so meine These, sollte es möglich sein, auf Gramscis staats- und gesellschaftstheoretische Vorstellungen Bezug zu nehmen, ohne "westliche" Vorstellungen in eurozentrischer Manier auf die peripheren Gesellschaften zu übertragen.
Zeitraum29 Nov. 2014
EreignistitelTag der Politikwissenschaft
VeranstaltungstypKonferenz
OrtÖsterreichAuf Karte anzeigen

Wissenschaftszweige

  • 504 Soziologie

JKU-Schwerpunkte

  • Soziale Systeme, Märkte und Wohlfahrtsstaat
  • SOWI Allgemein