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Das befremdliche Überleben des mexikanischen Neoliberalismus

  • Stefan Pimmer (Vortragende*r)

Aktivität: Vortrag oder Präsentation › Vortrag nach Bewerbung und Auswahl › unbekannt

Beschreibung

Im Unterschied zu Europa blieb Lateinamerika von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 relativ unberührt. Während dieseits des Atlantik gleich fünf Länder umfassende Hilfspakete in Anspruch nehmen mussten, waren in Lateinamerika weder drastische Einbrüche des Wirtschaftswachstums noch Probleme im Bereich der Staatshaushalte und Wechselkurse zu verzeichnen. Von diesem abgeschwächten Krisenverlauf ausgenommen ist jedoch Mexiko. Aufgrund des außenabhängigen Entwicklungsmodells schlug sich die US-amerikanische Krise gleich in mehrfacher Hinsicht auf die mexikanische Wirtschaft durch. Der Rückgang der Direktinvestitionen, der remesas und des Tourismus sowie der sinkenden Nachfrage nach mexikanischen Produkten in den USA führten im Jahr 2009 zu einem Einbruch des BIP um 6,1 Prozent. Diese Entwicklung ist das Resultat einer neoliberalen Wirtschaftspolitik, die seit mehr als drei Jahrzehnten den Finanzsektor sowie industrielle Exportenklaven begünstigt und die Produktion für den Binnenmarkt vernachlässigt. Während in anderen Ländern Lateinamerikas also die Abkehr von den neoliberalen Paradigmen die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise abschwächen konnte, führte die Fortsetzung des Neoliberalismus in Mexiko zu einer Verstärkung der Krisenprozesse.
Zeitraum13 Juni 2014
Ereignistitel30. Jahrestagung der Österreichischen Lateinamerika-Forschung
VeranstaltungstypKonferenz
OrtÖsterreichAuf Karte anzeigen

Wissenschaftszweige

  • 504 Soziologie

JKU-Schwerpunkte

  • Soziale Systeme, Märkte und Wohlfahrtsstaat
  • SOWI Allgemein